Welpenzeit

Insbesondere die Sozialisationseinflüsse im dritten bis sechsten Lebensmonat sind entscheidend für die Ausbildung der Verträglichkeit mit anderen Artgenossen. In der Interaktion mit gleichaltrigen Hunden und mit erwachsenen Hunden übt der Welpe soziales Verhalten, lernt Grenzen zu setzen und zu akzeptieren. Er lernt sein Gegenüber besser einzuschätzen und erwirbt so soziale Sicherheit und Kompetenz.

Die Erziehung von Welpen und Junghunden wird im Rudel in spielerischer und lockerer entspannter Weise, jedoch unter Einsatz klarer Abbruchsignale von den älteren Hunden vorgenommen.

Welpen-Treff

Der Welpe, der in dieser intensiven Lernphase die Möglichkeit erhält, viele Menschen und Artgenossen kennenzulernen, wird es in seinem Leben deutlich leichter haben, soziale Bindungen zu Menschen und anderen Hunden aufzubauen und mit ihnen zu kommunizieren. Der Welpe braucht klare Grenzen, um seinen Platz im sozialen Gefüge finden zu können. Liebevolle Konsequenz und klare Regeln geben dem Hund Sicherheit, die er braucht, um korrekte Verhaltensweisen entwickeln zu können.

Offene Gruppe für Hunde bis 6 Monate.

Welpen-Treff-Alltagstraining

Bis zur 14. Lebenswoche ist es für Welpen normalerweise nicht biologisch zu erwarten, dass sie bereits in dem Alter ständig an neue Orte geführt und mit neuen Situationen konfrontiert werden. Das heißt für uns als Hundeschule, dass unser Welpen-Treff Alltagstraining ab der 14 Woche stattfindet.

Bis ihr Welpe 14 Wochen alt ist, sollte das Rendezvoussystem simuliert werden, das heißt, dass eben die Reize auf dem Gelände der Hundeschule in wohldosierten Mengen präsentiert werden.

Die Besuche in Straßencafés, des Bahnhofs, des Wildparks, des Zoos, ein Altersheim, Kindergarten und andere Plätze, die Hunde kennenlernen sollten, stehen dann ab der vierzehnten Woche auf dem Programm.

Welpen-Spielstunde

Spielerisch lernen mit Gleichaltrigen

Zur Förderung der sozialen Kompetenz eines Welpen gehört in jedem Fall auch der regelmäßige Kontakt mit gleich oder ähnlich alten Artgenossen.

In der Welpen-Spielgruppe treffen die unterschiedlichen Hundetypen aufeinander und so ermöglichen wir den Kleinen das Kennenlernen von Artgenossen als Artgenossen, auch wenn diese anders aussehen, sich teilweise anders verhalten, größer oder kleiner sind. Das ist zuerst einmal für die soziale Entwicklung des Hundekindes von Vorteil, da es somit eine breite Palette an Artgenossen kennenlernen kann.

Die Aufgabe des Spiels ist die Vorbereitung auf unerwartete Situationen. Immer wieder wird das „Was wäre, wenn?“ durchprobiert. Ziel von Spielhandlungen ist es nicht, eine bestimmte Rangposition zu erreichen oder andere, ernsthafte Zwecke zu verfolgen. Im Spiel werden eine Reihe von Verhaltensweisen unterschiedlicher Bedeutung kombiniert. Spiel ist eine andere Art von Realität, neben Traum und Wirklichkeit wahrscheinlich die dritte, die ein Tier erleben kann. Auch Hunde wissen ganz genau, dass Spiel nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat.

Im Spiel werden aber auch beispielsweise Abbruchsignale und andere wichtige Bereiche des sozialen Konfliktmanagements einstudiert. Der Welpe erfährt und erlernt es am eigenen Tun.

In unserer Welpen-Spielstunde ist die Anwesenheit eines gut sozialisierten, welpengewohnten und welpenfreundlichen Alt-Hundes selbstverständlich, denn Welpen brauchen Anleitung, Korrektur und Schutz, je nach Situation. Auch verleiten Alt-Hunde Welpen zum Nachahmen, initiieren mit ihrem Tun eventuell auch gleichzeitig eine Erziehungseinheit.

In unserer Welpen-Spielstunde ist viel Raum für innerartliches (echtes) Spiel. Dies ist wichtig für die Verfestigung kommunikativer Verhaltensweisen und sozialer Interaktionsregeln.